Beiträge von Dolce

    Genau, die Gründe dafür hatte ich ausführlich dargelegt.

    Es ist wie bei Dynamo: 3-4 Siege in Folge? Man träumt vom Europacup. 2-3 schlechte Spiele? Man sieht sich als Abstiegskandidaten, der Trainer muss weg, die halbe Mannschaft sowieso, das Merkel auch, der DFB die Mafia (was jede "ehrliche" Mafia beleidigen würde 😀) und jeder Schiri pfeift grundsätzlich nur gegen Dresden, weil ihm als 17-jalähriger ein Sachse mal die Freundin ausgespannt hat (wobei ich die Freundin natürlich verstehen kann 😁).

    FreeM Du entschuldigst, dass ich das in der Kürze der Zeit nicht noch ausgeführt habe. Dafür war einfach mal keine Zeit (Champions League Heimspiel?).

    Nur kurz: nein, Hertha war toxisch, schon eine ganze Weile. Windhorst hat nur damals sein eigenes Chairman Board überstimmt.

    brama Die Chance ist nicht null, aber fast null.

    Warum: Der Anteil der nicht planbaren Komponenten hat sich im Gegensatz zu den planbaren Komponenten sehr verkleinert. Die Uni St. Gallen hat dazu mal ein sehr interessantes Modell entwickelt und veröffentlicht. Der sportliche Anteil, der größeren Unwägbarkeiten unterworfen ist, hat sich verkleinert, der monetäre und sonstige Anteil vergrößert. Was passiert also? Auch die anderen beiden nichtplanbaren Komponenten (Sport+HC) gewinnen an Wertschöpfung. Das gabs vorher so nicht bzw. mussten diese Modelle eben erst "aus dem Stein herausgehauen" werden. Der Stein war natürlich schon vorher da. Deshalb wird Union auch kein zweites Tasmania Berlin werden.

    Wenn dies wirklich wichtig wäre, würde man das Projekt Union nicht derart pushen. Kein Investor verlässt sich auf die Politik, schon gar nicht in Berlin. Das wäre nämlich wirklich Roulette. Das tun Spieler, keine Investoren.

    Berlin wird noch pleite sein, wenn die Ur-Ur-Urenkel der jetzigen Fanschaft von Union den Champions-League-Sieg feiern wird. Gott sei Dank macht Union das ohne Berlin, zumindest de facto. Hände schütteln und nett lächeln im Rathaus geht dagegen immer. ;)

    Nein, kein zweites Hertha. Im Gegenteil.

    Ja, auch die Mitgliederbasis hat sich natürlich verändert - aber mal ehrlich: Hätte man die "alten" Unioner gefragt, dann hätte es gestern ein ausverkauftes Spiel daheim in der AF gegeben vor vielleicht 18.000 Leuten. Zum Glück hat man die nicht gefragt (zumindest meine Meinung). Und noch ein Hinweis zwischen den Zeilen: Mehr Mitglieder heißt ja nicht automatisch mehr Mitbestimmung ;) Aber das hat auch (nicht nur) mit dem Status des Vereinsmitglieds in der BRD zu tun (also seine Rechtsstellung), da andere Machtmöglichkeiten kaum bis nicht bestehen. Das ist woanders ggf. anders...

    Investoren: Quattex ist Vergangenheit und ein sehr kleiner Bestandteil des Netzwerks, auf das Union zugreift bzw. zugriff. Aber die Deals sind quasi (fast) risikolos. Was kann passieren? Nun, dass man eben eine kleinere oder keine Rendite macht. Und auch dann verdient man noch Geld. Aber in einem hast Du recht: Quattex passt eher in die Hertha-Mentalität. ;)

    Waren das gestern nur Neufans oder Klatschpublikum im Stadion? Ein Teil ja, aber den Teil hast Du immer dabei, wenn ein Club im offenen Meer schwimmt. Kleine Stadien reichen auch für kleine Seen, aber das Olympiastadion fasst einfach alles, was geht. Das wird bei Dynamo sehr sicher auch so sein, wenn der Verein (was ich so hoffe) endlich wieder in der 1. Bundesliga spielt; vielleicht sogar international.

    Es sind verschiedene Töpfe, die sich da aufgetan haben; Private equity funds sowie einige andere Geldgeber und auch Möglichkeiten des Nachschusses, die in der Liga derzeit wahrscheinlich nicht mal der Brauseclub hat. Mit "vollem Risiko" hat da erstmal nicht zu tun. Natürlich schießt Geld auch Tore.

    Dass dort eine Art Transformation im Club stattfand und immer noch stattfindet, bleibt unbestritten. Fakt ist aber, dass dies auch zu dem Erfolg von Union beigetragen hat.

    Da wette ich dagegen, allein schon deshalb, weil Union langfristig finanziell Möglichkeiten erschlossen hat, die weder Freiburg (schon gar nicht), noch Frankfurt hat. Das kleine sportliche Kriselchen, was dort derzeit stattfindet, wird dies nicht ändern.

    Viele Unioner haben gestern Eines verstanden: Es wird nie wieder so sein, wie es mal war. Wenn man einmal Lammfilet gegessen hat, will man kein Mehlsuppe mehr haben. Dieses Spiel gestern war also mehr als ein Gastauftritt in einem fremden Stadion, sondern möglicherweise eine Art Wachablösung. Das mag man jetzt gut oder schlecht finden, aber es ist einfach ein Ankommen in der Realität.

    Spannende Regelfrage nach dem vermeintlichen 1:2: Wenn der Torschütze das Trikot auszieht, aber das Tor nicht anerkannt wird - kriegt er trotzdem Gelb? :/ ;)

    In Punkt 1443 der IAAF ist diese Regel so vorgeschrieben, d. h. dass die Trikotnummer jederzeit sichtbar sein muss. Alle Vorgänge, die also gegen diese Regeln verstoßen, werden sanktioniert. Der Anlass (z. B. ein Tor, gegeben oder nicht) ist erstmal egal. ;)

    LOK - BFC Dynamo trennen sich in einem überraschend guten Spiel 1:1. Die Atmosphäre (überhaupt nur 3800 Zuschauer) war eher sportplatzmäßig. Die Biften scheinen nach dem Trouble rund um die Trainerposition stabilisiert zu sein. LOK wirkte nicht gleich schlecht, brachte aber für einen Aufstiegsanwärter sehr wenig aufs Feld. Die Personalie Almedin Civa dürfte nach diesem Spiel nicht gerade gefestigt sein, wobei dies für das Ziel Aufstieg auch, meiner Ansicht nach, der falsche Trainer ist.

    Trotz der hörbaren Lautstärke der UnionFans gab es keinen Support der Szene, da einige hundert Fans verspätet bis gar nicht reingekommen sind. Gab wohl einiges an Schikanen der Polizei am und ums Stadion herum.

    Da ging's wohl um ein paar Banner, die man nicht zeigen konnte. Deshalb blieb es 20 min still im Block. Die 200-300 Leute, die es betraf, waren hinter dem Block, sozusagen als Protest. Ob das so intelligent war, bleibt mal dahingestellt.

    In das Urteil sind sicher drei Sachen mit eingeflossen:

    1. Kaum Wiederholungstaten, (ok, den Laden gibts ja noch nicht lang).

    2. Die Dose tut im eigenen Stadion alles (Sicherheitskonzept usw.), um jedwedes Gezündel zu unterbinden.

    3. war ein Auswärtsspiel in Berlin. Die Sicherheit lag auch für diesen Bereich nicht bei der Firma RB.

    Na, das soll ja auch so sein. Jeder soll die Farben im Herzen tragen, die die seinen sind. Hier ging es (der Thread ist einfach thematisch dafür da) explizit um Union, deren Entwicklung, und die sehr verschiedenen Standpunkte dazu. ;)