Stell' dir mal vor, ein Profi aus einem afrikanischen Land "verliert" auf dem Weg nach Europa seine Identität und taucht hier als unbekannter "Hobbyfußballer" in einer Regionalliga-Mannschaft auf. Ist das sportlich fair?
Beiträge von RsQ
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Na ja, angesichts der vielen "Verdächtigen" - s.a. auch Moukoko beim BVB - müsste man sich eigentlich FIFA-weit darauf verständigen, keine Spieler aus Ländern unter Vertrag zu nehmen, die nicht gewisse Mindeststandards an die Prüfbarkeit einer Vita erfüllen. Betrug wird es (wie in der Kreisliga
) immer geben - aber dass auch in Profi-Wettbewerben letztlich Spieler mitspielen können, deren fußballerische Vita absolut unklar ist (da geht es gar nicht um die persönliche Vita), finde ich im Sinne eines sportlichen Wettbewerbs ein Unding.
Hier noch was zum Schmunzeln: Dieser junge Mann ist natürlich 17 und nicht 42. -
Es gibt doch klare Aussagen aus Bremen von der zuständigen Behörde, daran hält sicher der HSV.
Das kann er ja auch. Im Kern müsste man eigentlich klären, was die Bremer Behörde da eigentlich "geprüft" hat. Die haben sich 2016 von Gambia bestätigen lassen, dass der 2016 in Gambia ausgestellte Pass echt ist.
Das mag sein. Aber niemand weiß offenbar, wie/auf welcher Basis dieser Pass ausgestellt wurde. Bisher gab es keine Indizien dafür, dass es vor 2016 eben jenen "Bakery Jatta" in Gambia gab. Und die Verwaltungsstrukturen sind natürlich weit entfernt von den hiesigen. Es gibt keine Geburtsurkunden o.ä., Personaldokumente werden quasi "auf Zuruf" unter Berufung auf Zeugen ausgestellt. Letztlich wird man weder beweisen können, dass Jatta Jatta ist, noch dass Jatta Daffeh ist. Die vielen Indizien und die offenen, unbeantworteten Fragen lassen aber Letzteres als wahrscheinlich erscheinen.
(Das Ganze ist sogar so verworren, dass man - einfach als Beleg für die vermurkste Gesamtlage - nach Gambia fahren und sich dort einen Pass als "Bakery Jatta" austellen lassen müsste. Natürlich, um sich danach in den Vertrag beim HSV einzuklagen.
)Die Blöße wird sich keine eine Bundesbehörde geben (da hängt auch politisch zuviel dran).
In der Tat. Der "Fall Jatta" legt anhand eines "Prominenten" offen, was seit 2015 im Kontext der Migration offenbar in vielen hunderttausend Fällen faktisch passiert ist. Letztlich leben sehr viele Menschen in Deutschland, deren Vita niemand kennt und die auch niemand prüfen kann (selbst wenn es den politischen Willen dazu gäbe). Zu welch tragischen Einzelschicksalen das führen kann - weil auch einzelne Kriminelle diese Chance nutzen, ihre Identität zu verwischen -, ist immer mal wieder in den Medien zu lesen.
Zurück zum Sport.
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Insofern sind hier DFL, DFB, HSV und Jatta selbst in der Pflicht, der Diskussion zeitnah ein Ende zu setzen, um endlich Klarheit für alle Beteiligten zu haben.
Gerade deshalb wundert es mich, dass Jatta/HSV so eisern schweigen. Mit ein paar plausiblen Aussagen und professioneller Kommunikation hätte man das Thema m.E. längst "eindampfen" können. Stattdessen wabern die vielen offenen Fragen unbeantwortet weiter.
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Dutt hat sich nach dem Spiel gegen Wehen selbst ein Stück weit in Frage gestellt als er sich selbst die stagnierende sportliche Entwicklung angekreidet hat.
Trotzdem stand eine Entlassung wohl nicht zur Debatte. Er ist dann aber offenbar nicht zu einem für heute vereinbarten Gespräch mit dem Vorstand gekommen - das war letztlich der Auslöser für die Freistellung.
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Das Schiedsrichter Team hatte nichts dergleichen vermerkt.
Liest man in diversen Medien, hat Sobotzik vielleicht als Einziger das so vernommen? Neben dem Schiri-Team haben auch keine TV-Teams o.ä. etwas vernommen.
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Off-topic, aber: Finde den Fehler ...
naja wenigstens sieht wolle sein kind in chozzebuz da wieder öfter.

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Wenn das oben Geschilderte stimmen würde, dann fragt man sich schon: Warum macht der Trainer einer Profi-Mannschaft sowas?
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Marc Hensel übernimmt erstmal
Ein Gymnasial(?)lehrer wuppt einen Zweitligisten mal ebenso nebenbei? Respekt.
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... einen FC Karl-Marx-Stadt?
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... womit meine These bewiesen wäre.

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HaHoHe nur die SGD 😁
Hi-Ha-Höre, Hertha Amateure!
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Kann der Führer das nicht selbst machen? Er kennt sich doch anscheinend in der Branche aus ...
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30.000 Dresdner in Berlin fände ich genauso dubios wie die 20.000 Auer bei 1860, für die man sich anno dunnemals feiern ließ.
Wenn die Zahl im Auswärtsblock die Kapazität des heimischen Stadions nennenswert überschreitet, ist irgendwas falsch. Und kommt mir jetzt nicht mit den zahlreichern Exilern ...
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Paderborn will bestimmt auch gern drin bleiben, aber die haben m.E. den "Plan B" schon mit eingeplant. Und sollten sie mit ihrer Truppe den Klassenerhalt schaffen, haben sie gegenüber Union auf jeden Fall das bessere Kosten-/Nutzen-Verhältnis.

Paderborn dürfte damit auf eine Zweitliga-Saison 2020/21 besser vorbereitet sein als Union.
Was davon relevant wird und wie es dann aussieht, sehen wir im Frühjahr/Sommer 2020.
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Nun ja, wenn sie halbwegs überzeugen sind auch Paderborns "Zweit- und Drittligaspieler" wieder weg (bei zahlungskräftigeren 2.Ligisten oder 1.Ligisten in der unteren Hälfte) und 20/21 müssen sie in Liga zwei neu aufbauen.
... haben dafür dann aber bestenfalls solide Transfererlöse. Oder gibt es viele Zugänge, deren Vertrag am 30.06.2020 endet?
Steht nach dem 1.ST schon fest das Paderborn absteigt?
Nein. Aber die pokern m.E. cleverer als Union.
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Interessant ist, wie schnell jetzt (ähnlich wie gg.über Nürnberg) die Bochum-Kritik niederprasselt. Viele sehen das als unsportlich, unmoralisch oder was auch immer.
Was die Leute dabei ignorieren: Profifußball kennt weder sportliche Fairness noch Moral. Würde ein Klub anhand der unklaren (Rechts-)Lage keinen Einspruch einlegen (alle anderen aber schon) und dann aufgrund dieser Tatsache womöglich ab- oder nicht aufsteigen, wären die Verantwortlichen persönlich haftbar.
Hier geht es gar nicht um Moral, Solidarität oder gar Rassismus - hier tobt sich einfach eine Horde von Juristen aus, um für den "Fall der Fälle" alle rechtlich denkbaren Möglichkeiten abgesichert zu haben.
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Paderborn hat m.E. die bessere Taktik. Was das für die laufende Saison bringt, wird sich zeigen. Aber spätestens in der Zweitliga-Saison 2020/21 könnte man sehen, ob/dass sie alles richtig gemacht haben.
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Nach 6:2 verliert mit 6:7? Da müssen doch Wettspielanbieter am Ball sein ...

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Eintritt usw. kommt natürlich dem NLZ zugute.
Man könnte drauf wetten, dass der Siemon einen "Aufpasser" daneben stellt und die Erlöse eiskalt dem e.V. irgendwo abzieht ... (vom GmbH-Zuschuss oder so)