Beiträge von RsQ

    Wie schon gesagt: Wer sich enthält, stimmt nicht ab - er fällt unter den Tisch. 10 von 20 Klubs sind nicht die Mehrheit. Aber wenn es um eine Abstimmung geht und 18 teilnehmen, sind 10 von 18 die Mehrheit.

    Da die beiden Klubs nicht abgestimmt haben, wäre es ja falsch, wenn sie nicht nur nicht dafür waren - man müsste ja genauso unterstellen, dass sie dagegen waren. Beides geht nicht.

    Ist ja letztlich egal. Wäre ich der DFB, wären mir 10 von 20 zu wenig, um die Liga fortzusetzen. Das wird die Liga spalten und verbrannte Erde hinterlassen.

    Bei einer Mitgliederversammlung am 15. Mai soll die Zustimmung zu einer Insolvenz in Eigenverwaltung eingeholt werden. Bis dahin werden die Verantwortlichen alle Chancen nutzen, die Eigenverwaltung der KGaA doch noch zu vermeiden.

    Wollen die etwa an die rote Laterne? Oder war es die aktuelle Saison, in der es bei Insolvenz genau null Punkte Abzug gibt? (Oder galt das nur für Drittligisten?)

    Sky zeigt die Spiele unverschlüsselt

    ... das ist die nächste spannende These in dieser riesigen Diskussion. Einerseits hat Sky derzeit sicher auch Druck, was Abo-Kündigungen betrifft. Liefen die Spiele nur bei Sky, könnten die das sicher mit einer gewissen Zahl von Neu-Abos auffangen. Andererseits ist da die "politische" Seite, die die Spiele gern im Free-TV hätte, um mögliche Massenaufläufe an den Stadien oder private "Sky-Parties" zu verhindern. Spannend ...

    Es gab ja hier schon die These, dass ein Gewöhnungseffekt beim gemeinen Zuschauer eintreten wird.

    Nun ja, in der Kreisklasse wird doch auch faktisch ohne Zuschauer gespielt. Gleiche Sportart, gleiche Regeln. Und für Pay-TV dürfte sowas (d. h. ohne "Konkurrenz" durch Plätze im Stadion) doch paradiesisch sein.

    Denken wir also mal kreativ weiter: Was wäre denn, wenn die DFL-Oberen merken würden, dass Fußball auch ohne Zuschauer im Stadion ganz gut funktioniert? :/

    Oder alternativ: Gäbe es aktuell in einer unteren Liga Spiele und die würden im TV gezeigt ... die hätten irre Quoten, weil es keinen atmosphärischen Unterschied mehr gäbe und viele Leute eben doch "Fußball-ausgezehrt" sind (siehe die Spiele in Belarus).

    Ein Problem, das m. E. auf allen Ebenen noch gar keine Rolle spielte: Der Grundtenor ist ja "Abbruch jetzt - und dann Start in die Saison 20/21". Aber wann fängt die an?

    Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass sich an den Rahmenbedingungen zwischen dem heutigen Stand und irgendwann im Herbst/Winter nennenswert etwas ändert. Für jeglichen Fußball, jeglichen Sport bleibt das Ansteckungsrisiko für die Sportler absolut das gleiche.

    Wer also aktuell meint, das Thema nur auf die nächste Saison vertagen zu können, weil/wenn diese ja im August anfängt ... der täuscht sich meines Erachtens.

    Oder hat jemand schon mal Präziseres dazu vernommen, auch und vor allem von den Ligen unterhalb des DFL-Bereichs?

    Der niedersächsische Verband - nur mal als Beispiel - hätte gern eine Saison 2019/21 gespielt, d. h. die aktuelle Saison irgendwann geordnet zu Ende gebracht. Die Vereine sind aber gerade dabei, das Vorhaben gen Abbruch umzubiegen.

    Aber dass eine Branche, in der außerhalb der gesellschaftlichen Realität und Normalität (Spielergehälter oder Ablösesummen!) mit solch wahnwitzigen Summen geaast wird, nicht in der Lage ist, zumindest mal eine kurzen Zeitraum durchzuhalten, ist mir nicht verständlich.

    Dass ist doch aber ein systemischer Fehler, den es völlig unabhängig von der Pandemie schon gab. Gerade weil man das Geld, das man eingenommen hat, gleich mit vollen Händen wieder raugeschaufelt hat, hat man jetzt eben keine (größeren) Rücklagen.

    Aber vermutlich meinen wir das Gleiche. Man darf von einem Milliarden-Business sehr wohl erwarten, dass die "Puste" länger halt als beim Kleinverdiener, der angesichts der Empfehlung "Legen Sie 2-3 Monatsgehälter als Reserve zurück" nur müde-verzweifelt lächelt. Zumal die Branche eben auch andere Hebel hat. Wer mit einem Neuer auch nur anfängt, ernsthaft über 20 Mio. pro Saison(!) zu diskutieren, der hat irgendwie den Schuss nicht gehört. Und das ist nur ein Extrembeispiel dessen, was da jeden Tag passiert. :/

    Was soll man von den Managementfähigkeiten eines Bundesligavorstands halten, wenn nach 2 oder 3 Monaten ohne Einnahmen bereits die Pleite droht.

    Das sollte man - bei aller berechtigten Kritik - etwas relativieren. Die BL ist nun mal ein System, dass seit Jahrzehnten permanenten Cash-Zulauf gewöhnt ist. Absolut planbar und ohne nennenswerte Ausfallrisiken. Die "kleineren" Risiken sind per Spielausfallversicherung abgedeckt.

    Natürlich kann man kritisieren, dass die Rücklagen/Substanz nicht überall für 2-3 Monate reichen. Aber a) ist eine Pandemie ein Extremszenario, das einfach die wenigsten im Plan hatten, b) wäre die Kritik doch dann nur verlagert (a la "Warum reicht denn euer Geld nicht für 4, 5 oder 6 Monate?").

    Es wird in vielen Bereichen nach Covid-19 eine Lernkurve geben. Sich allgemein besser für solche Ausnahmeszenarien zu wappnen, wird da ein Teil sein.

    "Es ist zu prüfen, ob bei Fanansammlungen ein nicht stattfindendes Spiel als abgebrochenes Spiel 2:0 für den Gegner zu werten ist."

    Warum sollen sich denn Fanansammlungen bei einem "nicht stattfindenden Spiel" bilden? Wenn es so wäre, müsste es die ja auch just in diesem Moment auf der Lennéstraße geben ... ;)

    Die meinen wohl eher "Ein unter Berufung auf Fanansammlungen willkürlich abgebrochenes oder nicht begonnenes Spiel"?

    Allein 20000 Tests an symptomfreien Spielern, Betreuern, Schiris wird es brauchen usw.

    Bei aller berechtigten(!) Kritik, aber die Tests sind das geringste Problem:

    Die Labors haben derzeit viele freie Kapazitäten, weil in der Fläche zu wenig getestet wird (ein Thema für sich, aber keines der Bundesliga). Die Tests sind da - wer sich privat und auf eigene Rechnung testen lassen will, kann das tun. Warum also sollten Labore, deren Geschäftsmodell das ist, zu einem zahlenden Kunden sagen: "Nö, ist nicht!"?

    Den Zynismus, dass der "Normalsterbliche" auch bei klaren Symptomen i.d.R. nicht getestet wird, sehen wir wohl alle. Keine Ahnung, wer hier geizig ist - Krankenkassen oder Gesundheitsämter. (Oder für manchen gern noch: Politischer Druck "von oben"? ;))