Beiträge von RsQ

    Jeder Karte hat eine Nummer.

    Bei nur noch 50%, die reindürfen, dürfen einen Spieltag die geraden Nummern, beim nächsten Spieltag die ungeraden Nummern rein, dann weiter im Tausch.

    Das klingt erstmal so einfach. Aber was, wenn sich die Lage im Saisonverlauf dynamisch ändert. Und dann gibt es Leute, die haben am Ende 8 Spiele besucht, die anderen 10 ... Und da die Erfahrung der letzten Saison zeigt, dass nicht jeder automatisch auf den Preisanteil (in Form einer Spende) verzichten will, würde auch dann das Buchhaltungs-Gemurkse wieder losgehen ...

    Glaubt hier ernsthaft jemand, Dynamo würde leichtfertig Geld liegen lassen? :/

    Gehen wir mal davon aus, dass man auf eine möglichst "saubere" Lösung wartet. Darauf, dass im Zweifel die Buchhaltung wochenlang lahmgelegt ist, weil man Einnahmen und Spenden von 17.000 Leuten händisch auseinander sortieren muss, hat man vermutlich nicht schon wieder Lust.

    Ohne mich jetzt in die Hintergründe einzulesen ... aber so langsam dürfte sich doch jede "Geisterticket-Aktion" mal totgelaufen haben? Vielleicht is'ses ja einer der Corona-Schäden, aber ich bin auf "Geisterspiel", "Geisterticket" usw. inzwischen so ziemlich allergisch.

    Übrigens: Während die "großen" Bayern ihr Pokal-Spiel gegen einen Fünft(!)ligisten in den Oktober verschieben lassen - der "Belastungssteuerung" der Spieler wegen -, fangen die Frauen des VfL Wolfsburg schon am Freitag (fünf Tage nach dem CL-Finale) mit der Bundesliga-Saison an.

    Ganz schöne Weicheier, die Bayern. ;)

    Zitat von GMX via Naschfred

    Der Profisport in Deutschland wird als Folge der Corona-Pandemie bis mindestens Ende Oktober im Grundsatz ohne Besucher auskommen müssen.

    Tja, und wer zieht nun die Grenze zwischen Regionalliga (in Jena bspw. aktuell bis 1.895 Zuschauer, anderswo auch alles recht entspannt) und 3. Liga (derzeit 0 Zuschauer)? Das ist doch alles absurd.

    Nicht im Ernst, oder? Das ist doch für Bayern ein besseres Trainingsspiel - noch dazu (wahrscheinlich) zu Hause, d. h. sogar ohne Reiseaufwand.

    Im Vergleich mit dem "Dynamo-Szenario" ist das wirklich zynisch hoch zehn. :cursing:

    Ich hab da eben mal anderthalb Minuten drüber nachgedacht und bin zu einer ganz krassen Idee gekommen: man könnte ja einfach die Ausgaben anpassen. Also Einnahmen ohne Zuschauer rechnen und dann schauen, was noch übrig bleibt. Daran dann die Spielerausgaben nach ausrichten und fertig ist die Laube. Eine komplizierte Angelegenheit, aber durchaus umsetzbar, hab ich mir eben so gedacht.

    De Idee sehe ich wohl - aber wir wissen wohl alle, dass von 20 Drittligisten vielleicht 2-3 die Ausgaben max. an den Einnahmen orientieren. Zudem glaube ich kaum, dass sich ein Drittliga-Etat (egal wo) ohne Zuschauereinnahmen solide finanzieren lässt, wenn man den Spielern weiterhin Drittliga-Gehälter zahlt.

    Nach einem halben Jahr Spielbetrieb unter Corona-Bedingungen hätten eigentlich ALLE Klubs so konsequent sein müssen, ihren Aufwand auf Regional- oder Oberliga-Niveau runterzufahren. So, dass man mit der Rechnung "TV-Geld + Sponsoring-Einnahmen" hinkommt. Also je nach Klub mit einem Etat von 1,5 bis 3 Mio. Euro.

    Ich gehe davon aus, dass sich hier eine enorme Blase aufbaut. Die Frage ist eigentlich nur, wann und bei wie vielen Klubs sie platzen wird ...

    Einige Vereine werden nicht lange brauchen bis das Geld ausgeht.

    DAS ist für mich die Kernfrage. Ohne Zuschauereinnahmen dürfte ein Großteil der Drittligisten akut in Nöte kommen. Eigentlich überraschend, dass da bisher noch kein "akuter" Fall zum Thema wurde. Aber wie bzw. wie lange sollen die Klubs das durchhalten?

    Ich finde es ermüdend, wenn man Leuten immer wieder das Problem mit RB erklären muss - und sie es trotzdem nicht verstehen. Insofern weiche ich solchen Diskussion auch aus, wann immer es geht.

    'n ähnlichen Effekt gibt es übrigens auch bei Leuten, die allenfalls periphäre Dynamo-Affinität haben und meinen, mit einer Mopo-Schlagzeile von vor zehn Jahren 'n blöden Spruch machen zu müssen. Bevorzugt jene, die früher selbst zu Bundesliga-Spielen waren, dann aber zu Viertliga-Zeiten ausgestiegen sind.