Beiträge von RsQ

    Naja die Frage ist ja, wie das aussieht, wenn man Spieler nicht aufstellen darf, verliert und dann kommt raus, dass der Test bzw das Ergebnis falsch war.

    Oder wenn Tests positiv ausfallen, man in Quarantäne muss und später aufgrund eines Mammutprogramms den Abstieg hinnehmen muss - wobei sich dann herausstellt, dass eigene Nachtests der positiv Getesteten ebenfalls negativ ausfielen? Das soll sich so im Frühjahr in Dresden zugetragen haben. ;(

    Letztlich hätte man alle diese Fragen (selbst dann, wenn es für alle Neuland ist) vorher klären müssen, bevor man in jedem neuen Szenario eine neue arme Sau durchs Dorf treibt. Der Glaube daran, dass man ohne positiv Getestete durchkommt, hatte sich doch schon sehr früh als falsch herausgestellt.

    Aktuell 5 Spieler bei Heidenheim positiv getestet. Man darf gespannt sein...

    Corona-Verwirrung beim 1. FC Heidenheim: Nun alle Tests plötzlich negativ

    Bei Dynamo waren die eigenen Nachtests doch auch negativ ... Nun scheint das immer häufiger so zu sein. Vielleicht gibt es je nach Testverfahren doch zu viele falsch-positive Tests. Das würde auch erklären, warum so viele Profis (wie ja auch bei Dynamo) symptomlos sind und quasi sofort wieder unter Volllast trainieren/spielen können. Das ist bei "Normalbürgern" häufig nicht ganz so entspannt.

    (Ja, das würde auch in den Covid-Thread passen - aber hier soll's mal beim engen Fußball-Bezug bleiben.)

    Na ja, Türkgücü hat aber nicht den Mega-Mäzen. Lt. Beitrag hat er bisher ca. 1 Mio. reingesteckt - das ist jetzt nicht so unfassbar viel wie bei den Genannten. Fraglich, wie sehr man weiter (viel) Geld reinstecken muss (auch wenn der Faktor Geld/Erfolg bisher sicher nicht übel ist). Das Beispiel Uerdingen zeigt, dass das kein Automatismus ist.

    Gestern im NDR-"Sportclub" ein aufschlussreiches Beispiel: Werder Bremen hat durch Corona absehbar 30 Mio. Mindereinnahmen in dieser Saison. Wenn es vom Bund keinen KfW-Kredit gibt, dann wird es ganz, ganz eng. Im Gespräch mit dem Werder-Präsi war auch "Insolvenz" ein genutztes Wort.

    Da stellen sich (wieder) die beiden bekannten Fragen:

    a) Wie (lange) sollen Profi-Klubs (auch bzw. unterhalb der DFL) die aktuelle Situation durchhalten? Warum brennt nicht längst der Baum? (Selbst im Eishockey, wo lt. Bekunden einiger Klubs eine Sportart vor dem Aussterben steht, gibt es bislang noch keinen Mega-Aufschrei.)

    b) Warum gehen gerade die "Großen" derart in die Knie? Müssten die nicht - zumindest wirtschaftlich - viel mehr "monetarisierbar" haben? Also statt pleite zu gehen, bspw. erstmal alle Spieler zu verkaufen?!?

    In den Pokal-Stream bei Sport1 reingeschaltet ... nach 2s gehört: "In dieser Phase der Mehrbelastung fällt es dem FC Bayerns schwer ..." - Mehrbelastung :cursing::cursing::cursing:. Genug gesehen.

    Wie kommen die eigentlich auf so ein Gelapp? Wissen die eigentlich, was "Mehrbelastung" ist?

    Wie old-school der SFV ist, sieht man (wieder mal) daran, dass ein Livestream o. ä. nirgends erwähnt wird. Ich dachte, das wäre bei den Landesverbänden inzwischen Standard. Aber nee ... ist ja SFV. Hinterzimmer since 1990. :rolleyes:

    Lesetipp in Sachen DFB:

    Der Absturz

    Einst war der DFB eine moralische Autorität, inzwischen lachen die Leute über ihn. Über den Absturz eines Sportverbandes, der sich noch immer sehr wichtig nimmt

    https://www.zeit.de/sport/2020-10/…komplettansicht

    Eine von ganz vielen richtigen Feststellungen:

    Zitat

    Viele Fußballfans kriegen gar nicht mehr mit, wenn ein Länderspiel stattfindet.

    Ja, genauso is'ses. Es könnte (mir) nicht egaler sein.

    Wer nicht völlig naiv in die Saison gegangen ist, musste genau so eine Entwicklung (leider!) erwarten. Und ich bin mal gespannt, wo der DFB (wenn es so weiter geht) in diesem eh schon engen Terminplan noch Nachholtermine hervorzaubern will.

    Im Fall des DFB fände "man" (= das gemeine Volk) es wohl tatsächlich wichtiger/wohltuender, dass einzelne Vertreter der "Mafia" mal für ihr Tun büßen, als dass es "nur" eine Steuernachzahlung gibt (die letztlich der DFB als Institution bezahlt, der es wiederum aus den Vereinen herauspresst).

    Als Außenstehender finde ich das unterhaltsam - wäre mal interessant, wie es intern läuft. Wenn er gegenüber den Spielern auch so einen Kommandoton hätte, würden bestimmt nicht regelmäßig gute Leute dort hin wechseln.