BSG Chemie Leipzig
Deren Spielankündigungsbild gefällt mir.
BSG Chemie Leipzig
Deren Spielankündigungsbild gefällt mir.
Die kann er ja dann vermutlich nach ca. 10 Spieltagen nachholen...
Wer Lust und Laune hat, sollte sich mal mit dem Aufstiegsszenario der Serie C zur Serie B befassen.
Noch so ein beklopptes Beispiel, das ich eben durch Zufall entdeckt habe:
31.05.2025, 17:30Uhr
SC Borea Dresden II - FV Blau-Weiß Zschachwitz 3:1 (1:0)
Finale Kreis-/Stadtpokal Dresden
Stadion Bärensteiner Straße
Zuschauer: ca. 600
Eintritt, Bier, Bratwurst: 3,00€ Einheitspreis
Den Spielbericht und die bewegten Bilder überlasse ich Team Rabenfront (siehe unten). Trotzdem einige Fotos vorab zur Überbrückung ![]()
Außer Heinz Becker taugen die dort unten alle nix!
Häh? Dort können osteuropäische LKW-Fahrer während ihrer Zwangspause aufm Rastplatz direkt aufs Spielfeld schauen. Dort stellt sich nach dem Spiel der örtliche Landfrauenverein mit einem Seil als Sicherheitsabsperrung hin und alle respektieren das. Und die haben einen Panda als Maskottchen!
Was besseres kann der Bundesliga doch gar nicht passieren...
Das klingt wie: Ich bin zwar mit 40 immer noch Jungfrau, aber in der dritten Klasse hat mir die Susi mal einen Kuss auf die Wange gegeben.
24.05.2025, 15:00Uhr
SV Sachsenwerk Dresden - SG Gebergrund Goppeln 0:5 (0:2)
Kreisoberliga Dresden (8. Liga)
Stadion Bodenbacher Straße
Zuschauer: ca. 70 (der Großteil war Gästeanhang)
Abstiegskrimi in Dresdens höchster Spielklasse. 6 Punkte-Spiel. Letzter Strohhalm für Goppeln.
So oder so ähnlich könnte man die Ausgangssituation vor dem Spiel beschreiben. Der Drittletzte Sachsenwerk empfing mit zwei Punkten Vorsprung den Vorletzten aus Goppeln. Mindestens zwei Teams werden aus der Liga absteigen, evtl. auch drei. Aber natürlich wollen erst einmal beide Teams den direkten Abstiegsplatz vermeiden.
Nur hatte das den Sachsenwerkern offenbar niemand gesagt. Denn es spielten heute ausschließlich die Gäste vom Gebergrund. Und so dauerte es gerade einmal bis zur 12. Spielminute, als die erste Ecke für die in rot spielenden Gäste nach etwas Gewimmel im Strafraum die 0:1 Führung brachte. Wie auf dem unten stehenden Foto erkennbar sein sollte, schweißte ein Goppelner die Kugel aus Nahdistanz unhaltbar unter die Querlatte. Den Hausherren fiel offensiv nicht so wirklich etwas ein, was aber beim Blick auf die Tabelle auch nicht verwunderlich ist. Mit gerade einmal 26 Toren in jetzt 29 Spielen stellen sie die mit Abstand schlechteste Offensive der Liga. Selbst der abgeschlagene Tabellenletzte BSV Lockwirtgrund hat mit 52 Toren doppelt (!!) so viele erzielt. Goppeln hingegen witterte immer mehr Morgeluft und haute den Sachsenwerkern nach einer knappen halben Stunde mit einem wunderbaren 30m-Knaller ins linke obere Eck das nächste Ding rein. Dann war irgendwann Halbzeit und das Spiel eigentlich schon entschieden.
In der zweiten Hälfte sorgten dann u.a. zwei direkt verwandelte Freistöße für die endgültige Entscheidung. Auf beiden Seiten gab es noch je einen Alutreffer, was aber an den Machtverhältnissen am heutigen Tag auch nichts Gravierendes änderte.
Goppeln üebrholt durch den am Ende völlig verdienten Auswärtssieg die Sachsenwerker und darf sich jetzt mit einem Punkt Vorsprung wieder etwas mehr Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Für die blau-weißen wird es mit so einer Leistung allerdings enorm schwer, im nächsten und gleichzeitig letzten Saisonspiel noch vorbeizuziehen.
Im Frisörsalon?
Fehlt jetzt nur noch der Ex-Löwe Manuel Schäffler, dann haben sie einen schönen Geronten-Sturm zusammen.
Wobei mir die Offensive bei denen in dieser Saison gar nicht so als das große Problem vorkam, dort hakt es meiner Meinung nach eher hinten und im Mittelfeld.
Ja, gab es betimmt vermutlich ganz sicher eventuell schon mal.
Wann genau das war, müsstest du aber selber rausfinden. Ich tippe auf 1969, 1985 oder 2008. Bei den ersten beiden Jahren bin ich mir aber mit Ost und West nicht sicher...
Mal wieder was zum Lachen bzw. zum An-den-Kopf-fassen für jeden, der nicht Teil der Mode-Fashion-Designagentur-Blase ist:
Der frischgebackene Meister präsentiert ein neues Auswärtstrikot.
So weit, so unspektakulär. Das Ding sieht für mich aus, als wäre im Kindergarten eine Packung Stifte ausgelaufen. Zumindest die grauen und die roten/rosafarbenen. Alternativ hatten sich Justin, Kevin und Chantalle mal "kreativ" auf der neuen weißen Wand im Flur ausprobiert.
Doch weit gefehlt. Nicht nur steckt da ein tieferer Sinn dahinter (den ich nichtmal auf den dritten Blick erkenne), nein vielmehr sind es auch gar nicht die Farben grau und rot/rosa.
Zitat"Das Design vereint Moderne mit Geschichte und verbindet Vergangenheit mit Zukunft"
"Farbwahl ist inspiriert von der Aussicht auf die bayerischen Alpen von den Tribünen der Allianz-Arena".
Der Druck in Koralle und dunklem Onyx solle den "Sonnenaufgang und frühmorgendlichen Aufbruch der Fans an Auswärtsspieltagen" symbolisieren.
Lack zu saufen, ist ja erstmal keine Schande. Aber die wirren Ergüsse aus dem anschließenden Delirium dann auch noch zu veröffentlichen, muss man sich wirklich trauen wollen.
Ist aber auch kein Börde-typisches Phänomen. Bei welcher Heimniederlage gegen irgendeine Bumstruppe fiel unserer Szene auch nix besseres als "Hansa-🐷" ein?
27.04.2025, 17:00Uhr
SpVgg Dresden-Löbtau 1893 III - SG Gittersee 1:4 (1:1)
Dresdner Stadtliga C (11. Liga), Sportanlage Malterstraße
Zuschauer: ca. 20 (Eintritt frei)
Spielbericht gibts keinen, da ich nur ganz kurz anwesend war. Aber vielleicht erfreut sich jemand an ein paar Fotos. Andere Spiele in der Liga gingen an diesem Wochenende übrigens 8:2, 0:10 oder 11:0 aus. Spannend ist das nicht, aber definitiv auch nicht langweilig.
Großchance für Löbtau III. Anhand des Blicks vom Gitterseer Torwart kann man sehen, wohin die darauffolgende Ecke flog. Es gab umgehend Abstoß ![]()
Aus der Liga mit Offenbach, Stuttgarter Kickers, FSV Frankfurt, Homburg und Trier steht der Aufsteiger in die Dritte Liga fest.
Es ist:
Hoffenheim II ![]()
Als endeutige Antwort ist hier das aufkommen der "Ultras" im deutschen Fussball zu nennen.
Genau das. Und dann halt der Umstand, dass auf beiden Seiten jede neue Generation der Halbstarken und Minderbemittelten noch eins drauf setzen will.
Wenn einem das Leben recht wenig bietet, braucht man halt zumindest einen Feind.
Ostersonnabend
Du warst übrigens am Karsamstag dort, Ostersonnabend ist erst in drei Tagen.
Klingt komisch, ist aber so. ![]()
SV Babelsberg 03 - Hertha BSC II 1:2 (1:1)
19.04.2025, 13:00Uhr, Regionalliga Nordost, 30. Spieltag
Karl-Liebknecht-Stadion
Zuschauer: 2.474 (ca. 100 Gäste)
Eintritt: 15,00€; 0,5l Lübzer: 4,50€; Bratwurst: 4,50€ (Schwein) bzw. 5,00€ (Rind), dauerhafter Cannabis-Geruch in der Nase: 0,00€
Die Ostertage boten endlich einmal genug Zeit, um mal die Sehnsuchtsorte einzelner DFF-User einem Realitätscheck zu unterziehen. In der Verlosung waren demnach Split, Belgrad und Hohenschönhausen. Der Würfel entschied dann natürlich rein zufällig auf Letztgenannteres und praktischerweise stand sowieso ein Verwandschaftsbesuch an Spree und Havel auf der Agenda. Wie das mit Zufällen halt manchmal so ist... Blöd nur, dass das vor mehreren Wochen anvisierte Spiel dann doch schon am Donnerstagabend stattfand und die zweite Chance am Montag terminlich nicht mehr passte.
Daher wurde flugs von rechts auf links gewechselt (also wenn man gedanklich auf die Berlinkarte blickt) und zu den Babelszwergen gefahren. Vermutlich musste ich am Kartenhäuschen gleich einen Sachsen-Aufschlag zahlen, denn es waren ganze 3€ mehr fällig als im Online-(Vor-)Verkauf. Aber gerade an Ostern ist Geben ja auch seeliger denn Nehmen und der einsetzende Regen war ja dann immerhin auch kostenfrei. Was soll's...
Babelsberg hatte die letzten beiden Heimspiele recht deutlich gewonnen, u.a. gegen den Spitzenreiter aus Leipzig. Die Hertha-Bubis wiederum hatten aus den letzten sieben Spielen überhaupt nur 1 Punkt geholt, standen allerdings aufgrund der starken Hinrunde in der Tabelle immer noch vor den Gastgebern.
Und so legten sie dann gegen den vermeindlichen Favoriten auch los, Babelsberg kam zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Nach nicht einmal 10 Minuten folgte dann auch schon die Gästeführung nach etwas Ping-Pong im Strafraum des Heimteams. So hatte sich das die Mannschaft um Ersatz-Kapitän Covic den Start nicht vorgestellt. Diesem wurde übrigens im ersten Spiel gegen seinen Ex-Verein selbstlos von unser aller Freund Frahn die Binde überlassen. Man muss ihn einfach mögen... Frahn sorgte dann auch nach etwa einer halben Stunde auf rutschigem Untergrund mit einem Steilpass dafür, dass sein Stürmerkollege mit einem gelungenen Lupfer über den Hertha-Torwart zum Ausgleich netzen konnte. Babelsberg übernahm nun das Spiel und angetrieben durch Covic sollten noch ein paar Halbchancen herausspringen, aber der Führungstreffer wollte dann bis zur Halbzeit nicht mehr fallen. Highlight des ersten Durchganges war allerdings ein Fallrückzieher im gegnerischen Strafraum vom mittlerweile doch etwas hüftsteif daherkommenden Philipp Zeiger, der seine Innenverteidigerposition teilweise recht offensiv interpretierte.
Zeiger war es dann auch, der sein Team beinahe in Führung gebracht hatte. Aber sein Kopfball aus völlig freistehender Position glich eher einem Rückpass auf den gegnerischen Torwart. Da war definitiv mehr drin und gleichzeitig sollte es das auch fast schon mit den Babelsberger Offensivaktionen gewesen sein. Denn die zweite Halbzeit gehörte ganz klar den Gästen. Covic war gar nicht mehr zu sehen, dafür drehte Hertha-Opa Änis Ben-Hatira auf und sorgte immer wieder für Gefahr. Er war es dann auch, der nach dem schönsten Spielzug des gesamten Spiels nach einem Doppelpass auf links außen am Elfmeterpunkt freistehend angespielt wurde und keine Mühe hatte, den Ball rechts unten reinzuschieben. War nicht unverdient. Babelsberg hatte da drauf keine wirkliche Antwort mehr, wäre allerdings in der letzten Minute (oder schon Nachspielzeit?) fast doch noch zum Ausgleich gekommen. Doch der eingewechselte Bachmann nahm dem deutlich besser platzierten Frahn den Kopfball im Fünfmeterraum weg und setzte ihn übers Tor. Das fand der mittlerweile als etatmäßiger Kapitän spielende Routinier irgendwie nicht so lustig. Gleich danach war Schluss.
Positiv hervorheben möchte ich noch den Umstand, dass man in Babelsberg natürlich erst einmal all das geboten bekommt, was man von Babelsberg erwartet. Sie selber wollen ja auch ein "kleines St. Pauli" sein, so dass man hier und da auch Fanutensilien vom anderen Kiez-Club sieht. Mich selber stört das nicht, manch anderer mag das natürlich anders sehen.
Aber es erfolgte zumindest an diesem Spieltag keinerlei Indoktrination von oben herab. Wer sich über bestimmte politische bzw. gesellschaftliche Dinge informieren will, kann das durchaus tun. Aber man kann eben auch "nur" zum Fußball kucken gehen und wird ansonsten in Ruhe gelassen. Fand ich sehr angenehm. Zumal die Babelsberger Fanszene wohl auch mehr als nur das Filmstadtinferno zu bieten hat...
Aber nur, wenn er den Schmetterlingsjubel mitbringt.
Alles nur ein Schauspiel. Der ganze Fußball.
Seit dem Frühling 2020 bin ich eh raus weil da zuviel kaputt gemacht wurde.
Wissen die das in Hohenschönhausen schon?