sgd-herzblut und DD-since1973,
nur zur Klarstellung:
Ohne den Jungen, seinen Krankheitsverlauf und seine Wahrnehmungsfähigkeiten zu kennen, wirkt das Ganze eher
Jeder Fall ist ein wenig anders. Und in jedem Fall sind nahe Angehörige involviert, die sich aufopfern und einen ganz besonderen Zugang zum Behinderten haben. Und das, was diese leisten, kann man einfach nicht ausreichend würdigen. Und da schließe ich selbstverständlich auch die Mutter in diesem Video ein.
Nun ist es aber eben nur ein Video. Und nur das, was es transportiert, kann ich auch sehen. Und ich sehe eben dann auch, wie gestresst der Junge aus dem Auto geholt wird. Oder wie die Mutter mit den Armen des Jungen winkt. Und, dass der Junge in keinem einzigen Schnipsel des Gezeigten irgendwie reagiert. Und da stellen sich dann Fragen, zum Beispiel ob dem Jungen wirklich wichtig ist, dass er in einer Kogge ins Stadion gebracht wird, oder wie er eigentlich Hansa-Fan geworden ist, oder ob das Verhältnis "Erlebniswert/Stresspegel" ausgewogen ist. Dabei ist es aber auch möglich, dass es darauf klare und nachvollziehbare Antworten gibt. Nur eben nicht in diesem Video. Und SO passiert es, dass das WIRKT, wie beschrieben. Für mich bleibt einfach nur zu hoffen, dass Mutter und Pfleger genau wissen, was für den Jungen gut ist und auch genauso handeln. Und ich habe weder den entsprechenden Einblick, noch das Recht, ihnen das abzusprechen. Bei den Machern des Beitrages sieht das anders aus, denn da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder haben sie keine Ahnung, was sie mit diesem Video transportieren (oder besser: nicht transportieren), oder sie sind Zyniker. Und genau da sehe ich den "faden Beigeschmack".