Beiträge von sgd-herzblut

    Daum, Rehhagel, Schäfer, der Trapper Toni - van Bommel reiht sich da in nen erlauchten Kreis ein...

    Im Ernst und ohne irgendwelche Hintergedanken, wie denn nun Münster reagieren sollte: Erstes Pflichtspiel als Trainer für den neuen Verein, Pokal bei nem "Kleinen" mit eh schon potentiell hohem Verkack-Faktor, unter normalen Umständen sollte man Weiterkommen. Dann der spezielle Spielverlauf, in der 90. Tor zum erstmal rettenden Ufer Verlängerung, Nervenkostüm entsprechend. Du versuchst, in deiner Truppe nochmal frischen Wind reinzubringen, um die Elferlotterie zu vermeiden, es steht nach wie vor Spitz auf Knopf. Dann zählst du an deiner Hand ab, wen habsch denn nu schon gebracht, bist dir unsicher, wieviel darfst noch, evtl. wissen die 23 Tabletbediener um dich rum auch nich weiter. Du fragst den 4. Pfeifen- und Winkemann an der Seitenlinie, der sagt nix oder weiß es auch nich (keine Ahnung, wie der reagiert hat).

    Das Einzige, was man sich da in meinen Augen ankreiden lassen kann ist, wenn ich mir schon immer noch unsicher bin, Fahrlässigkeit. Denn dann wechsel ich auch nur max. 5 Leute ein und aus bzw. kann entsprechende Empfehlungen von den Leuten um mich rum erwarten, trotz allem Streß wegen dem Spielverlauf. Sollte und darf nich passieren, passiert halt immer mal wieder und van Bommel wird sich vor Wut vermutlich selbst in den Allerwertesten beißen, der spezielle Eintrag in die Geschichtsbücher ist ihm wohl sicher. Ist für mich jetzt irgendwo auch mal die Quittung für ständige Regeländerungen.

    So oder so ist es für das Spiel schade,wenn es am letzten ST stattfindet.

    Gehts um nichts mehr,verpufft es. ...

    Seh ich nich so tragisch, eher im Gegenteil: Da kannste dann folkloretechnisch soviel draus machen, ne gewisse Kreativität vorausgesetzt. Vom eigentlichen "Endkampf" mal abgesehn. ^^

    Stax, genauso ernst gemeinte Antwort: Siehe u.a. Post Nr. 256 und ja @Böhser Onkel, ich hab nochmal nachgeschaut - Anfang März diesen Jahres wurde das Insolvenzverfahren vom Amtsgericht nach Zustimmung aller bzgl. Insolvenzplan und entsprechender "Befriedigung" der Gläubiger offiziell beendet.

    Er macht nach den aktuellen Veröffentlichungen das, was er häufig macht, wenn die Krawatte eng wird - ablenken. Das für ihn richtige Thema zum richtigen Zeitpunkt besetzen, sein persönlicher Kampf um Deutungs- und Meinungshoheit. So lange ihm keiner direkte Fragen nach seiner Verantwortlichkeit und deren Umsetzung stellt...plump und durchschaubar, gefülltes Sommerloch.

    Kommen wir zu was Wichtigem: Auf Rügen wurden heut laut Buschfunk wieder Dutzende Aale geräuchert und bei Hansa hat man nun erwartungsgemäß den Dauerkartenverkauf bei 10.000 gestoppt. Ich ess jetz ein Fischbrötchen, Mahlzeit!

    Eine Lobby von mir aus auch mit heimischer Presse/Politik aufzubauen war so vor über 30 Jahren schon nicht "vorgesehen". Und sie ist es in der überregionalen Berichterstattung und mittels Verbandsfürsten (siehe ostdeutsche Drittligavereine und die auch verbalen Sauereien in Saison 19/20) auch jetzt nicht. Der DFB ist zwar an seinen Schaltstellen ein durchschaubares Gebilde, aber kein durchzudringendes. Und da es hier um Zweitligafussball geht - seine Tochter mit ihren handelnden Personen und den Meinungsmachern und -steuerern im Hintergrund noch viel weniger, siehe ebenfalls Saison 19/20 und die dahingehende Lobbyarbeit und Art der Entscheidungsfindung zum Weiterspielen.

    Um die Finanzjongliererei in Bremen auf nen aktuellen Stand zu bringen, hier mal ne Zusammenfassung aus deren lokaler Presse und ein Vereins-Schönwetterwölkchen noch dazu. Ich find schon den Zinssatz spannend, ob die edlen Finanzloch-Stopfer ihre Knete alle irgendwann wiedersehen? Nennt man wohl der Jahreszeit entsprechend Krötenwanderung...

    Derweile geht's bei denen in Sachen Dauerkartenverkauf mit Stand gestern 9000 ordentlich zur Sache. Auch auf die Mitgliederzahlen schlägt sich der Aufstieg nieder, die für sie magische Zahl von 15.000 wurde ebenfalls gerissen.

    Eine eher außergewöhnliche Personalveränderung haben die auch zu vermelden: Der ehemalige Hansa-Spieler Axel Rietentiet (mittlerweile 51) war dort bisher der Trainer der U23. Diesen Job gibt er nun auf, bleibt aber dem Verein erhalten und wird zur neuen Saison - der Fahrer des Mannschaftsbusses. Ein wohl lang gehegter Traum von ihm, den Busführerschein hat er bereits, zum Saisonende hin hat er sich wie zu lesen auch schon testweise ans Steuer gesetzt.

    Trotzdem hat das hier mittlerweile nichts mehr mit Hansa zu tun...

    Hab mir gestern zur Blutdrucksenkung nach langer Zeit mal wieder 'n kalten Hund gemacht. Also stilecht mit Hansa-Keksen und nem ordentlichen Schuss Rum ausm hohen Norden, güldet das im Entferntesten? ^^

    Hannu - danke für deine persönliche Einschätzung dessen, da will ich dann als direkt Angesprochener aber auch nochmal:

    Im Kurzbeitrag einer Regionalredaktion des NDR (wir bewegen uns damit zugegebenermaßen so langsam in den Pressekritik-Fred) ist nicht nur ein Film zu sehn, sondern auch ein O-Ton zu hören, auch in der Anmoderation. Und diesen mitsamt dem Einspieler als entweder ahnungslos oder zynisch zu titulieren, halte ich mit Verlaub für daneben gegriffen. Wie läuft sowas ab:

    Der Junge ist wie berichtet 15 und hat vermutlich schon Einiges im Leben durch. Seine Mutter ist auch nach 15 Jahren einfach nur das, was sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und darüber hinaus sein will - Mutter. Sie und das Pflegepersonal können nach vielen Jahren Schwerstpflege am Allerbesten einschätzen, was für ihn gut ist und wie seine Reaktionen in Mimik und Gestik zu deuten sind. Ich tipp bei dem Jungen mal vorsichtig auf Pflegegrad 5 und auch dieser sieht für alle Beteiligten eine adäquate Unterstützung auch in der Teilhabe am "normalen" Leben vor. Sowas muss in Sachen Logistik gut geplant werden, von der Mutter, den Pflegern, dem Verein, dies auch in Absprache mit den Ärzten und am Ende abhängig von der Tagesform. Nur wenn aber auch wirklich alles passt, kanns dann losgehn.

    Und an dem Punkt kann dann auch in Absprache mit den Beteiligten ein Verein zusammen mit regionalen Medienvertretern was zusätzlich Besonderes an diesem sehr besonderen Tag auf die Beine stellen. Das ist - um hier irgendwie die Kurve zu kriegen - gelebte Vereinsarbeit aus der Tiefe des normal fast unsichtbaren Raums. Genau solche Bilder und Töne sind es, die einem bewusst machen, dass es nicht nur um Hochglanz, stupide Wiederkehrendes und damit Beliebigkeit zu gehen hat, sondern auch um Erdung bzw. Bodenhaftung. Auch der Hans A. ist mehr als nur bierseeliger Muschelschubser, Rosterverdrücker oder im VIP-Bereich Schnittchen-Verzehrer - er hat genauso wie wir auch ne gesellschaftliche, mitmenschliche, verbindende Aufgabe. Und die sollte er auch medial so rüberbringen dürfen. Hier unter Mitwirken des NDR, Regionalstudio MV, kurz und prägnant auf 3:37 Minuten, paar angebrachte, erklärende Worte dazu, ansonsten - lasst die Bilder sprechen! Und im allgemeinen Fandasein wirken. Es war ein sehr besonderer Tag für die an der Küste, besonders auch für den Jungen, gut so. Wir würdens nich viel anders machen und auch das wär gut so.

    Ui, jetz habsch erstmal tief Luft holen müssen. Da von Feierstunde, bewusster Produktion ner rührseligen Story und Mehrwert zu sprechen, halte ich persönlich für nicht so prickelnd. Man bedenke, was auch wir in der Hinsicht immer wieder auf die Beine stellen und das dann genauso medial transportiert. Sorry, aber nee - das ist die verdammte Pflicht eines Vereins, gelebte Vereinsarbeit. Bilder inklusive, weil das erzeugt Nachahmer und hält die Zusammengehörigkeit am Leben.

    Der Führer aus dem Schacht wird wissen wie man mit solchen Kameraden umgehen muss.

    Mit vollem Marschgepäck vom Markt aus die Lößnitzer Straße hoch exerzieren. Am Stadion angekommen Vortrag von Helge über soldatische Ehre, Einsatz und Privilegien, anschließend Spintkontrolle.