Beiträge von sgd-herzblut

    Unvermögen in jederlei Hinsicht, nicht nur die Spieler und im Konfliktfall offenbaren sich noch ganz andere Defizite. Aber man hat ja jetzt den perfekten Alpha-Trainer geholt, alles wird gut. 8) Der oder die Titel sind aber das Unwichtigste von dem, was ich meine. Haargenau die gleiche Brühe und mit dem Drang, über Posten und Gremien diese Brühe am Köcheln zu halten.

    ich will mit den fatzken aus dortmund nicht verglichen werden 😎

    Da wirste wohl oder übel ab und zu durchmüssen, nur die Niggifarben sind anders, das Gewinsel und das Gehabe sind das Gleiche. Und sie sitzen im gleichen Interessen-Boot rudern sie seit vielen Jahren auch in die gleiche Richtung. ;)

    Die 1. Bundesliga ist zurechtgerückt, wenn man auch mal die Leistung von Bochum gestern objektiv bewertet und am Ende die bayuwarischen und westfälischen Wichtigtuer gemeinsam zurechtgestutzt werden. Die nehmen sich Beide nichts im Rumgewinsel, im und ums Schlauchboot halt nur in Perfektion gelebt.

    Mir erschließt sich nicht, warum die Sponsoren dem Blätterwald nach um die 45 Mio. Euro für 5 Jahren beisteuern. Als Sponsor macht das überhaupt keinen Sinn, einem Verein soviel Geld für so wenig Gegenwert (bissl Werbung/Marketing) zu geben, ohne das der Verein dadurch wettbewerbsfähiger wird.

    Investoreninteressen unterm Deckmantel des Sponsorenbegriffs, siehe auch das Beispiel des polternden Chefs von Signal Iduna anlässlich jener Choreo im Westfalenstadion. Da geht's um deren potentielle Gewinnmargen, der Rest ist mit Glück positives Beiwerk für den Verein. Für mich zielt selbst das Procedere des erforderlichen Registrierens und so direkt bezeichneten "Bewerbens" um ne Eintrittskarte darauf hinaus. Beim Personalisieren wirds dann tatsächlich spannend.

    Hier mal entsprechende Meldung vom Heimatsender:

    Nils Butzen fehlt dem Fußball-Drittligisten FSV Zwickau nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Rot-Weiss Essen nur in der nächsten Partie am Sonntag beim VfL Osnabrück. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag. Es wertete die Aktion, die zum Platzverweis führte, lediglich als unsportliches Verhalten. Schiedsrichter Nicolas Winter (Hagenbach), der Butzen in der 45. Minute den Roten Karton zeigte, hatte auf Notbremse entschieden.

    Die offizielle Verlautbarung des DFB hier.

    Wenn ich das vorab richtig verstanden hab, will man alle Einkommens- und auch sozialen Schichten zum Zuge kommen lassen, Stichwort "Fußball soll für alle da sein". Unter Vorbehalt der Richtigkeit, dass sich die Interessierten für die Eintrittskarte im Netz registrieren und "bewerben" sollen bzw. müssen. Und da find ich schon den ersten Fehler. Die Sponsoren dafür sollen wohl größerer und namhafter Art sein, vorerst reichts aber nur für einige ausgewählte (!!!) Spiele.

    Sie wollen morgen Näheres dazu bekanntgeben, dieses Projekt soll offenbar durch Sponsoren finanziert werden. Nach den ersten Meldungen halten sie die Ausweitung auf weitere Spiele, evtl. auch in folgenden Spielzeiten, lediglich für erstmal nicht ausgeschlossen. Ich wär da vorsichtig, ob sowas dauerhaft mehr Leute anlockt. Und wenn ja, welche.

    Ich heb diese Aussage mal wieder auf, damit die unterm Tisch nicht ganz so schmutzig wird und geb Naschfred vollkommen Recht. Und damit auch das nicht unterm Tisch verschwindet: Sowohl das Urteil des Sportgerichts, als auch die Kernaussage wurde seinerzeit vom DFB-Bundesgericht höchstinstanzlich gekippt, dies unter dem Vermerk, es gäbe begründete Zweifel und damit "keine geschlossene Indizienkette". Und aus 7 Monaten wurden 7 Spiele Sperre, weil Fandrich den Linienrichter angebrüllt hat.

    3 Spielabbrüche, das ist schon sehr kurios.

    Ich komm nich drauf: Die Sache mit der feuchten Aussprache von Fandrich im Schacht war zwar unter seiner leitenden Beteiligung, wurde aber Zuende gespielt, die Strafe später aus gutem Grund drastisch reduziert. Mir fällt nur Duisburg-Osnabrück ein (Spiel wurde wiederholt), dazu die Nummer gestern, aber was war das Dritte?

    Auch ein Schiedsrichter kann und sollte sich qualitativ weiterentwickeln. Und wenn ich allein unser Spiel gegen Essen seh und dabei auch noch von den Verbalitäten des Unparteiischen höre, dann komm ich ins Grübeln, ob man von Oben überhaupt genügend Wert drauf legt. Und wohin das führen soll. Souveränität geht anders, sogar in dem Spiel heute und selbst bei den Regularien.

    Davon ab: Das mit dem Schirm hab ich mir auch gedacht, aber andererseits waren alle durch die geballten Entscheidungen in so kurzer Zeit derart auf 180, das kann kein Ordner komplett verhindern. Was nun folgt, ist mal wieder die Sippenhaft.

    Virenschleuder, Profifußball bedeutet nicht, sich mit ins Hamsterrad zu setzen und zu rotieren, bis dem Verein, Club oder Kapitalgesellschaften die Innereien rausfliegen und von Investmentfonds gefressen werden. Profifußball bedeutet professionelle tägliche Arbeit in den Geschäftsstellen, Gremien und nicht zuletzt im sportlichen Bereich von den Kleinsten an. Mit einer professionellen Entlohnung dessen, die für die eigenen Anhänger, Mitglieder, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit noch darstellbar und fassbar ist. Schau mal nach England, was dort ne Karte kostet, wer dort zu einem Großteil die Stadien bevölkert und wie die allein in Sachen Stadionatmosphäre zu uns rübergucken.

    Watzke und Zingler haben nebenbei auch bisher vermieden zu verraten, wie das mit dem Verteilerschlüssel dieses Investorenansinnens aussehen soll. Und es ist auch kein Zufall, weshalb dieses Interview gerade jetzt gesetzt wurde - das ist die pure öffentliche Stimmungsmache gegen diejenigen, die den monetär abgehobenen Selbsterhaltungstrieb der "Big Dschörmän Player" so nicht mitgehen wollen. Weil sie andere Ansichten über Profifußball und die Existenz von Vereinen, Clubs und Kapitalgesellschaften haben. Denn die Abstimmung in der Investorenfrage steht kurz bevor. Watzke droht nicht umsonst mit dem Erhöhen der Eintrittspreise, damit man dauerhaft "Stars" bewundern kann.

    Wer das in der Richtung will und fürs reine Event als Klatschvieh (Stimmvieh kommt ja in dem Fall nicht infrage) plädiert, sollte sich an den Cottaweg 3 in 04117 .... stellen und um Einlass und Mitgliedschaft bitten, toi, toi, toi.

    Die von dir aufgezählten Sachen im letzten Abschnitt, sind elementare Grundsätze, die viele umsetzen. Dies wird uns auch wenig helfen, weiter Boden nach oben zu gewinnen. Es hilft uns, unseren Status zu erhalten.

    Wir sehen seit Jahren, dass auch hierzulande immer weniger diese Grundsätze umsetzen und anderen Idealen folgen. Nuja, beim Status - den Status als mitgliedergeführter Verein und sportlicher Wettbewerber ohne Breitbeinigkeit gegenüber Investoreninteressen und dadurch schleichenden Ausverkauf des eigenen Ladens? Und ohne Rufe, siehe Zingler und Watzke, nach mehr Investoren zur Gegenfinanzierung der Gegenfinanzierung (kein Schreibfehler)? Sponsoren ja, Investorentum für die schnelle Nummer mit ner Menge Rattenschwänzen und finanziellen Unwägbarkeiten hintendran - für mich ein klares Nein. Selber arbeiten und nicht andere an einem arbeiten lassen.

    Watzke führt noch was ganz Anderes bzgl. neuer und mehr Investoren ins Feld: "Man kann die 3 Jahre Corona nicht ausblenden. Allein wir beim BVB haben dadurch 151 Millionen Euro eingebüßt. Wir möchten und müssen etwas tun, um unsere Investitionsfähigkeit zu verbessern." Da sag ich "Ja, weniger ausgeben und nicht bei der eigenen Geschichte komatös an der Preisschraube mitdrehen und diesen Wahnsinn nicht auch noch in dafür besetzte Aufsichtsgremien zementieren."

    Ihm geht's ja nicht nur um Vereinsinvestoren, sondern hauptsächlich auch für die DFL und das u.a. von ihm gewünschte Veräußern von Vermarktungsrechten für 3 Mrd €. Dafür soll ne Lizenzgesellschaft gegründet werden, an der ein Investor (vermutet wird u.a. ne amerikanische Fondgesellschaft) mit 15 Prozent beteiligt werden soll. Die angestrebte Laufzeit soll minimum 20 Jahre betragen, 24 der 36 Bundesligavertreter müssten dem zustimmen, bisher siehts danach nicht aus. Und man muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, dem in der Praxis Glauben zu schenken, einen Eingriff des potentiellen Investors in die Wettbewerbe, wie Spielplan und Anstoßzeiten, würde es nicht geben. Dazu ist vielsagend davon die Rede, dass auch ein direkter (!!) Einfluss auf Clubs und Kapitalgesellschaften nicht möglich wäre.

    Und dann argumentieren die Herren auch mit England, ohne zu erwähnen, dass die dortige Regierung grad durch ne Empfehlung von Fangruppen (hatten ne unabhängige Untersuchung auf die Beine gestellt) Pläne zur Überwachung der Vereine bis runter zur 5. Liga veröffentlicht hat, weils so nicht mehr mit dem "Wirtschaften" weitergehn kann.

    Kurz nochmal nach Dortmund: Letztes Heimspiel, Choreo zum Geburtstag des Westfalenstadions und der Chef von Signal Iduna (6 Mio für Namensrechte jährlich) echauffierte sich so: "Für mich ist das inakzeptabel, wenn man bedenkt, wie sehr wir diesen Verein seit langer Zeit unterstützen und ihm auch zur Seite standen, als andere keinen Cent mehr geben wollten" es hätte ihm Schmerzen bereitet. "Eine Sisyphusarbeit, die wir seit 17 Jahren leisten, hat so einen heftigen Rückschlag erlitten. Für uns war das ein einziges Ärgernis." Und weils medial ja nicht unbeachtet blieb: "Diese Darstellung erzeugt auch wieder Bilder in den Köpfen der Menschen." Ist das noch ein Sponsorenärgernis oder schon Investorengepolter und Einflussnahme? Sie haben sich in den 17 Jahren dumm und dämlich dran verdient.

    Kallenbach, aus meiner Sicht den "Lottogewinn" einer seinerzeit sportlichen Leitung mit viel Gespür und zumindest in der Entstehung noch eine vernunftbegabte Denk- und Handlungsweise auch im Sinne der Vereinshygiene. Die, siehe die Hinweise von hasve, sukzessive aufgeweicht wurde. Bis hin zum Nebulösen. Irgendwie hab ich die leise Ahnung, sie sind fast schon zum internationalen Geschäft verdammt. Sollen die Angerosteten diesen Weg gerne weitergehen, mich erinnert der so langsam in Teilen an den der Dortmunder mit dem großen Finale von Molsiris am Düsseldorfer Flughafen seinerzeit.

    Ich drücks mal so aus:

    Mit Investoren hochkommen ist nicht schwer,

    durch Investoren oben bleiben aber sehr.

    Weil die haben Durschd und ordentlich Knast

    und wollen das zurück, was du geborgt bei ihnen hast.

    Der Appetit wird so größer, auf beiden Seiten,

    drum bleibt auch Herr Zingler nicht mehr bescheiden.

    Er hat im Grunde auch keine andere Wahl,

    denn die Geister, die er rief, werden als Bumerang zur Qual.

    Und das mit dem Feldstecher, also da argumentiere ich mal mit viel Tiefgang mit Dieter Hildebrandt: Oh Mensch bedenke, dass dich die Bakterien auf der anderen Seite des Mikroskops genauso beobachten.

    Sponsorensuche und Sponsorenpflege, kreative Marketingkonzepte, das Abarbeiten sportlicher Hausaufgaben mit entsprechendem Personal, das Fundament einer zukunftsorientierten Jugendarbeit pflegen, eine wirtschaftliche Planungsvernunft und regionale Bodenhaftung im Sinne von, so mein Gedanke - "Wir von hier".