Beiträge von sgd-herzblut

    Sonnabend, 05.10.24, 14 Uhr / Landesklasse Thüringen Staffel 1 / 1.FC Greiz - SV Eintracht Eisenberg 1:1 (0:1)

    Der Zweite empfing den Vierten, das versprach gute unterklassige Fußballkost. Nach nem Stadtbummel und ner kurzen Naturerkundung gings steil bergauf zum Greizer Sportplatz am Tempelwald.

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    Der Eintritt von 4€ wurde obligatorisch von mir auf 5€ erhöht, Sekunden später stieg mir der Duft einer guten Thüringer Roster in die Nüstern. Am Büdchen hab ich 3€ für die Roster und 3,50€ fürs Bier bezahlt, die Roster war erstklassig, das Bier irgendwie trinkbar.

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    Die erste Halbzeit war geprägt von 2 starken Abwehrreihen, die absolut nichts zuließen. Auffallend die Fallsucht beider Teams, was aber am schlechten Rasen lag, der mit einsetzendem Nieselwetter auch noch rutschig wurde. Quasi mit dem Halbzeitpfiff fiel nach nem schnellen Umschaltspiel die überraschende Gästeführung durch Robert Häring, die durch bissl mehr Struktur im Spiel auch irgendwie verdient war.

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    Die zweite Hälfte dann ein völlig anderes Bild, weil Greiz nun kommen musste und mit fortlaufender Spieldauer auch kam. Lohn dafür war in der 68. Minute der umjubelte Ausgleich per völlig berechtigtem Elfmeter durch David Himmer.

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    Danach kippte das Spiel zusehends und die Gastgeber waren drauf und dran, den Siegtreffer zu erzwingen. Es gelang nicht mehr, so trennte man sich schiedlich 1:1. Wirklich friedlich eher nicht, weil da gibt's noch paar Outtakes:

    Die Gästefans teils auch schon gesetzteren Alters waren so richtig in sonnabendlicher Pöbellaune und so wurde der Schiedsrichter und besonders auch der Heimtrainer nach allen Regeln der Un-Kunst zugetextet "Där pfeift än Scheiß zusamm' ... ä rischtschor Dorfplatz is das hior!" - Der Greizer Trainer zu denen hochrufend "Na da is doch alles gut, da müssts ja relativ gut passen bei euch!" Zack, der hatte gesessen, der Linienrichter meinte nur leise Richtung Trainerbank "Ach lasst die doch dort oben reden, bringt doch eh nüschd." Der Eisenberger Trainer hatte derweile minütlich mehr mit seiner Truppe zu tun, die ihn fast zur Weißglut brachte "Männer, werdet endlich aktiv, ihr seid Schlafwagenscheiß!" Was einen Einheimischen dazu verleiten ließ "Kee Wunder, iohr mit euren Lok-Klamotten!" :D Hamwer das auch noch mit erwähnt, Sport frei aus Greiz.

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    Kinderkacke...oh man...die haargenau gleichen Sachwerte-Argumente und Beschwichtigungen gab's damals auch in Lüdenscheid-Nord. Die Angelegenheit einfach mal seriös und ohne Polemik zu durchdenken, hilft vielleicht doch irgendwann.

    Danke carin, für diese hier offensichtlich bitter notwendige Reise in die Geschichte und die Klarstellungen. Der VEB Horch und Guck hat sich, auch was jenes Wachregiment anging, die Leute sehr genau angeschaut, die er sich da ins Boot holt. Kandidat meets Auswahlverfahren und Eignung, das lief nicht einfach mal so mit ner lapidaren Bewerbung/Verpflichtung auf freiwilliger Basis. Richtig ist: Die rein persönlichen Punkte waren das gewünschte Studium nebst Stipendium. Und was hier noch nicht erwähnt wurde, auf die Art mit 18 oder 19 Jahren bereits gezogen zu werden, was "normal" mit dem Facharbeiter in der Tasche durchaus üblich erst mit 23 Jahren oder ganz gerne auch noch später gemacht wurde.

    Aber eigentlich lenkt das nur mal wieder so herrlich vom Thema ab, drum Danke besonders auch erneut an hasve. Wir haben beim Stadionthema und z.B. auch den Finanzierungsfragen die gleichen Gedanken. Ich musste dabei spontan an die Herren Niebaum und Meier und u.a. ihr finanzielles Stadion-Harakiri denken, ein Banker meinte damals in Etwa, man befände sich im Vorraum der Pathologie. Das Ganze ist genau 20 Jahre her, endete mit 119 Mio Miesen, im März 2005 kams in ner Halle des Düsseldorfer Flughafens dann zum Showdown mit der Investmentgesellschaft Molsiris. Und meine vorsichtige Prognose wäre, dass das Szenario bei Union heutzutage, wenn beim eh schon aufgebauten Schuldenberg nicht von grundauf solide und seriös durchgeplant, nicht gut ausgehen würde. Dann hätte man nicht nur die altgedienten Unioner aufm Gewissen.

    Es geht im derzeit laut rumorenden Lübeck um den Chef eines Personaldienstleistungsunternehmens und VfB-Sponsors, der erst vom Amt des AR zurückgetreten ist und danach eigens ausgehandelte Verträge nach seiner Fasson anwendet. Zusätzlich ein auch von ihm betriebener Machtkampf um die Ausrichtung des Vereins, vor paar Tagen gabs deswegen weitere Rücktritte, erinnert alles irgendwie an die Abteilung Himmelblau. Die aktive Fanszene zieht nun auch ihre deutlichen Konsequenzen.

    Ultra' Kollektiv Lübeck: „Unser bisher gegangener Weg im Verein endet hier und heute“ - Faszination Fankurve
    Das Ultra' Kollektiv Lübeck hat am heutigen Donnerstag einen Kurswechsel bekannt gegeben. Für die Gruppe endet damit der „bisher gegangene Weg im Verein“. Die…
    www.faszination-fankurve.de

    Dass Union uns seit ca. 2013 weit voraus ist, darf man auch mal neidlos anerkennen.

    Man darf und sollte dort aber genauso neidlos, selbstverständlich abseits der schönen bunten Bilder, ab und zu unter der angerosteten Oberfläche kratzen. Und hinterfragen, haben ja hier in der Vergangenheit dankenswerterweise schon paar gemacht.

    Die nächste Adventszeit rückt näher und in Uerdingen singen sie jetzt schon "Alle Jahre wieder": Die stehen, zum wievielten Male eigentlich, vor der nächsten Insolvenz, deren Vorstandschef dazu "Uns steht das Wasser bis zu den Ohrmuscheln...wenn ein Investor kommt, würde ich auch den nehmen, um zu überleben.“ Ein grad neu eingesetztes Vorstandsmitglied ergänzend "Wir haben die Bücher geöffnet und sind rückwärts umgefallen, was hier in den letzten 15 Jahren passiert ist.“

    Man habe Anwälte und einen Insolvenzverwalter kontaktiert und zur Aufarbeitung des erneuten Desasters gabs von Vorstandsseite nur die abschließende Feststellung "Schwer ist gar kein Ausdruck." Paar Hintergründe dazu hier.

    Aber eben nicht mehr und nur darauf kams in dem Verfahren an. Gab ja schon vom DFB ein Urteil von 15.000 Euro gegen den Verein plus einen Strafbefehl gegen den Werfer in Höhe von 450 Euro, auch der bewegt sich bundesweit im Rahmen. Der höchstmögliche Satz wird/wurde dafür bisher wohl überall mit 1.500 Euro angesetzt. Dem Schiedsrichter war das zuwenig, deshalb seine Zivilklage in utopischer Höhe, mit ner Begründung, die so schon bei der Verhandlung nicht geteilt wurde. Und im Kleingedruckten steht ja auch noch, dass er die anteiligen Anwaltskosten trotz der (gefühlten) Niederlage nicht tragen muss.

    Was sein voreiliges Verschwinden vom Platz angeht, das seh ich völlig anders. Mal abgesehen davon, dass auch seine Spielleitung die Sache hochkochen ließ.

    In der Beweisaufnahme wurde offensichtlich auch festgestellt, dass Herr Winter den Weisungen der Sicherheitsleute nicht gefolgt ist, sondern sofort in die Kabine geeilt ist. Da gings wohl ums nicht abwarten wollen von Sicherheitsvorkehrungen, wie u.a. das Ausfahren der Sichtblende (weiß jetzt nicht, wie das Ding wirklich heißt) und ähnlichen Sachen. Die 1.500 Euro sind für solche Fälle offenbar auch der bisher höchstmögliche Rahmen.

    Gestern Abend fand die AoMV statt, bei der die Mitglieder (mit)entscheiden sollten, ob man zwecks Polster Catering in die zweite Instanz geht. Was da offenbar der Prokurist den Anwesenden alles an Ungereimtheiten der Vertragsausgestaltung zwischen Polster und dem Insolvenzverwalter präsentiert hat, hat den Mitgliedern die Kinnlade nach Unten fallen lassen. Eine absolute Mehrheit von 93 Prozent hat so auch dem Gang in die zweite Instanz zugestimmt (etwa 40.000€ Kosten bei Niederlage), der Beschluss ist nicht bindend, fließt aber bei den internen Beratungen der Verantwortlichen mit den Anwälten jetzt mit ein. Die Presse wird dazu heute sehr sicher ausführlich berichten, z.B. hier

    CFC: Rechtsstreit mit Polster-Catering geht in nächste Runde!
    Mitglieder stimmten auf außerordentlichen Mitgliederversammlung mehrheitlich für die Fortsetzung.
    www.google.de

    Um mal bissl Grund mit reinzubringen: "Liebe Dresdner, liebe @stadt_dresden, entschuldigt, hier waren wir im Eifer des Gefechts ein bisschen drüber - das tut uns leid. Wir sind froh, dass niemandem etwas passiert ist und drücken die Daumen, dass das so bleibt!" So der gesamte Wortlaut der Entschuldigung, ebenfalls auf der offiziellen Plattform. Und weil die genauso kam, darf man getrost davon ausgehen, dass es auch den Verantwortlichen hochnotpeinlich war, weil das dort so im Sinne und Auftrag des Vereins nicht passieren darf.

    Im Übrigen: Ich wüsste nicht, wer sich (neben den Ruhrpottlern auch noch) bei Dingen des Alltags und ebenso sehr Speziellem mehr auf die Schippe nimmt, als wir Sachsen. Sei es mit Witzen und besonderem Humor, mit dem Dialekt, mit Gesten. Aber irgendwo hört halt der Spaß mal auf, weil bitterer Ernst kommt. Und in solchen Fällen kann ich von meinem Gegenüber erwarten, dass soviel (Mit)Denkvermögen auch irgendwie aktiviert werden kann. Aber die Geißel der sozialen Plattformen halt...

    Mal davon ab, wer da gegen wen gespielt hat, aber das Abendspiel eben in Köln war für den neutralen Beobachter der Hammer. Die Einen erarbeiten sich hochklassige Chancen im Minutentakt und die anderen haben einen Torwart mit Magnethänden. Und immer häufiger gings rauf und runter.