Beiträge von mayhem

    den erwartbaren,aber überraschend zeitigen Rassismusvorwürfen

    Egal wie man zu diesem Verein steht: Hier gleichermaßen reflexhaft von "erwartbaren" Vorwürfen zu sprechen, halte ich für etwas deplaziert. Zudem der Betroffene ja nun auch erkennbar eher kein Türke war, insofern können die das ja wohl kaum wirklich "ausschlachten".

    Meine Fresse, die Mannheimer überrennen die vermeintlichen Geheimfavoriten der Liga gerade. Sehe ich es richtig, haben die gar keine Maskenpflicht im Zuschauerbereich? Die einzigen, die eine aufhaben, scheinen die Balljungen zu sein (bei denen der Abstand zum jeweils Nächsten am größten sein dürfte).

    Wahrscheinlich hat er sich wieder sowas in der Art gedacht wie "Auf 1/3 Gehalt verzichten? Nö, ich verzichte höchstens auf 1/2"...

    Ansonsten ist es doch beruhigend zu sehen, wie der Russe dort seit Jahren sinnlos Geld verpulvert, ohne auch nur irgendeine Gegenleistung zu bekommen das sich dort sportlich irgendwas verbessert.

    Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut wegen Münster. Dass die nicht alle drei (oder vier) Tage spielen mussten, stimmt natürlich nicht, da die gesamte 3. Liga 5 englische Wochen hintereinander hatte. Das ist für sich gesehen ein absolutes Unding, ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir die einzigen sein dürften, die gegenüber den Konkurrenten doppelt benachteiligt waren. Die relative Benachteilung ist aber eben auch nur der sportliche Aspekt; der andere ist die Gefährdung der Gesundheit der Spieler vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen (ein Punkt, auf den Münster in seinen Klagen auch explizit hingewiesen hat). Das darf doch nicht alles im Sande verlaufen.

    Münster ist im Vergleich zu uns aber ein anderer Fall, die hatten "nur"eine verkürzte Vorbereitung und nicht die zusätzliche Belastung, alle drei Tage spielen zu müssen. Im Übrigen haben die ungerührt auch noch mal gegen die Wertung des Spiels gegen Meppen geklagt. Viel Hoffnung muss man sich freilich dennoch nicht machen.

    Der Erfolg in Heidenheim scheint mir nicht zuletzt auf den Komponenten "Ruhe" und "Kontinuität" zu beruhen. Dazu gehören ein entsprechendes Selbstverständnis und ein Umfeld, was wir hier so nicht haben (wollen?). Das ist dann eben unser Nachteil gegenüber solchen "Dorfvereinen", auf die wir sonst so gerne hinabblicken...

    Der Markt ist voll von verfügbaren Trainern - aber der HSV nimmt natürlich den, für den er eine Ablöse zahlen muss ...

    Die haben das Prinzip "Was nichts kostet taugt auch nichts" eben wirklich verinnerlicht.

    Man wundert sich, dass der HSV immer noch so eine verlockende Adresse zu sein scheint, dass selbst Trainer, die woanders fest im Sattel sitzen, dort freiwillig hingehen. Laut Kicker will Thioune "nach Aufstieg und Klassenerhalt den nächsten Schritt gehen". Außer Aufstieg und Klassenerhalt fällt mir eigentlich nur noch ein Schritt ein...

    Zu den Aufstiegsfeiern in Bielefeld finden sich ungefähr genauso viele Artikel mit kritischem Unterton wie zu uns gestern (die findet man natürlich nicht, wenn man "Dynamo" + "Skandal" googelt). Davon abgesehen - wenn man die Beiträge zu unseren "Feierlichkeiten" durchliest, dann ist man bzgl. des Skandalisierungslevels doch eher enttäuscht... Von der TZ natürlich abgesehen, aber eine Meldung, die nicht die Worte "Schock" und "irre" enthält, erfüllt ja auch nicht deren journalistische Standards. Wenn die über uns nicht mehr so berichten - dann haben wir wirklich ein Problem...

    Diese Geldgeier können sich nicht zu Leistung aufraffen, wenn es am letzten Spieltag um nix mehr geht.

    Das ist ja bei Dortmund nichts Neues. Die haben Hoffenheim jetzt, glaube ich, schon dreimal am letzten Spieltag beschenkt (finden die BVB-Fans wahrscheinlich auch super) und vor paar Tagen ja auch schon Mainz zum vorzeitigen Klassenerhalt verholfen. Charakterlos. Und Köln auch sehr seltsam heute, richtig.

    Sollten aber auch mal einige wahrnehmen, die der Meinung sind, dass wir die einzigen sind, die verschaukelt werden.

    Lt. SPON+ (deshalb für mich nur der Einstieg zu lesen) denken sowohl Werder Bremen als auch der BVB (! - Herrn Watzke kümmert in dem Zusammenhang einmal mehr nicht sein Geschwätz von gestern) über die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Corona-Hilfspaket der KfW nach...?( Anscheinend glaubt jetzt im Fußball jeder alles machen zu dürfen/können. Da die Schamgrenzen offenbar komplett eingerissen sind: Gibt's bzgl. solcher Kredite eigentlich überhaupt keine Ausschlusskriterien?

    Axel, covi: Komplett d'accord. Da wir aber leider nun mal nicht die Hegemonie über den öffentlichen Diskurs ausüben (das haben wir ja nun schon des öfteren leidvoll erfahren), sollten wir uns bzgl. der Außendarstellung entsprechend besonnen geben (Paradebeispiel: Harti jüngst - lest mal die Kommentare unter dem SPON-Artikel, da ist eine Menge Sympathie zu erkennen - auch wenn da erkennbar paar Dynamos unter den Kommentaren waren). Meine Schlussfolgerung aus #1.493 würde ich mittlerweile (knapp 30 min später :)) allerdings modifizieren: Wir müssen uns in keiner Weise rechtfertigen, sollten uns aber dennoch verteidigen.

    Ob 1 oder 3 Dynamos positiv getestet wurden (oder gar keiner) und im Süden keiner oder 10 macht aufgrund der kleinen Fallzahl, zudem bei einer möglichen Abhängigkeit der Fälle, statistisch ja keinen Unterschied. Leider ist das trotzdem genau der Punkt, der uns für viele verdächtig erscheinen lässt, vor allem auch eingedenk unserer Tabellenposition. Das kann ja dann nur auf grob fahrlässiges (bzw. absichtliches) Handeln zurückzuführen sein... Man kann das Argument jetzt natürlich umdrehen und mit Verweis auf die offiziellen lokalen Infektionsraten den Südclubs unterstellen, sie würden positive Tests verschweigen - ich weiß allerdings nicht, ob wir uns damit einen Gefallen tun... Dessen ungeachtet finde ich, dass wir uns keiner Weise rechtfertigen oder verteidigen müssen.